Gelungene Auftakt-Kundgebung gibt MLPD Mannheim Ansporn für die heiße Wahlkampf-Phase

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Mannheim (Korrespondenz), 28.08.2005: "Wenn Engel reisen, lacht ja bekanntlich der Himmel!" - so war es denn auch in Mannheim: Bei strahlendem Sommerwetter hatten sich auf dem Paradeplatz, wo auch immer die Montagsdemo stattfindet, rund 50 bis 60 Menschen eingefunden, um an der Auftaktkundgebung mit der Spitzenkandidatin der MLPD/Offene Liste Baden-Württemberg, Monika Gärtner-Engel, teilzunehmen. Diese 50 bis 60 Menschen waren aber nur der "harte Kern", der es sich an den Tischen mit Essen und Trinken gemütlich machte. Insgesamt bekamen von der Veranstaltung Hunderte Menschen etwas mit, die immer wieder - mindestens für fünf Minuten - bei der Kundgebung stehen blieben und interessiert zuhörten.

Die MLPD hatte zusammen mit der Wählerinitiative, dem REBELL und der AGIF Stände aufgebaut, an denen sich die Menschen orientieren konnten über die inhaltlichen Angebote. Das wurde auch rege in Anspruch genommen. So wurde z.B. Literatur für mehr als 60 Euro verkauft. Zwischen 13 und 15 Uhr führten zwei Moderatorinnen durchs Programm und ließen immer wieder auch andere Menschen zu Wort kommen - so wie am offenen Mikrofon üblich. Das machte die Veranstaltung lebendig und interessant.

Ab 15 Uhr stand dann unsere Spitzenkandidatin zur Verfügung: Sie hielt keine lange Rede, sondern legte die Inhalte der MLPD in einzelnen Blöcken dar. Das hatte den Vorteil, dass die Menschen gut zuhören konnten und zu den für sie interessanten Themen gezielt stehen blieben. Besonders auffällig dabei war, dass beim Themenblock "Sozialismus" die meisten Menschen innehielten und sicher zum Teil überrascht den Ausführungen von Monika Gärtner-Engel lauschten.

Zwischen den Themenblöcken stellten sich die anderen Kandidaten vor: Josef Buck, der als Arbeiter auf der Landesliste Baden-Württemberg auf Platz vier kandidiert und die Direktkandidatin von Ludwigshafen, Madeleine Stockert. Sie standen auch zwischendurch immer wieder Rede und Antwort. Außerdem präsentierte sich der Jugendverband REBELL: Ein Vertreter prangerte die Republikaner-Plakate an, die suggerieren, dass polnische Arbeiter die Arbeit kriegen, während Deutsche von Hartz IV leben müssen. Der REBELL initiierte ad hoc eine Unterschriftensammlung dagegen, um diesen Protest dann an die Oberbürgermeister von Ludwigshafen und Mannheim zu senden. Eine weitere REBELLin sprach engagiert über die Rolle des Großkonzerns DaimlerChrysler, der in Mannheim zehn Jahre lang keine Steuern bezahlt hat, Riesengewinne macht, die Produktivität der Arbeiter und Arbeiterinnen immer weiter steigert und dafür die Arbeitsbedingungen stetig verschlechtert.

Schön war auch der Auftritt der Freunde von AGIF: Sie verlasen in Deutsch und in Türkisch den Aufruf zur Unterstützung des Wahlkampfs der MLPD/OffenenListe. Das kam gut an, weil am Paradeplatz viele türkische Menschen vorbeigehen. Und ein junger kurdischer Freund spielte auf seiner Sas-Gitarre ein türkisches und ein kurdisches Lied. Umrahmt wurde die gesamte Veranstaltung von unterschiedlichster Musik, die den Paradeplatz freundlich beschallte und die Menschen positiv ansprach. Überhaupt war die gesamte Veranstaltung hervorragend platziert: Während die MLPD mitten auf dem Platz stand, mussten sowohl CDU als auch die GRÜNEN mit den Randplätzen rechts und links vorlieb nehmen. Und außer langweiligen Kandidaten hatten sie nichts zu bieten!

Wir können ein positives Fazit ziehen: Ein Aufnahmeantrag für die MLPD wurde gestellt, neun Unterschriften für die Mitmachliste der Wählerinitiative wurden gesammelt und 130 Euro an Spenden (aus Getränkeverkauf und Sammlung) kamen zusammen. Die MLPD Mannheim kann damit offensiv die letzte Phase des Wahlkampfs beginnen!

Nach der offiziellen Beendigung der Kundgebung blieb Monika Gärtner-Engel noch da, um im kleinerem Kreis Gespräche zu führen. Und bei einem anschließenden Garten-Grillfest hatten die rund 20 Beteiligten noch die Möglichkeit, die Kundgebung nicht nur verbal noch mal vorbeiziehen zu lassen, sondern auch optisch: Unsere Fotografin hatte ihre vielen Fotos bereits eingescannt und führte sie auf ihrem Laptop vor, was für viel Heiterkeit sorgte.

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Monika Gärtner-Engel